Zum zweiten Mal kann eine FOS-Klasse am Politik-Projekt „Frankfurt – Stadt der Vielfalt“ teilnehmen. Es ist die 12FWE, die mit ihrer Politiklehrerin, Frau Müller, an ganz unterschiedlichen Orten die überaus vielfältige, multikulturelle Vergangenheit der Stadt Frankfurt kennen lernen und erforschen kann.

Nach einem Workshop der Bildungsstätte Anne Frank zum Thema Migration und den Erfahrungen, die die SchülerInnen damit gemacht haben, begint die Erkundung von Frankfurt, der Stadt der Vielfalt. Lesen Sie im folgenden die Beiträge zu einem Besuch im Archäologischen Museum und zu Frankfurt als Messestadt.

Wie wurde Frankfurt zur Messestadt?

Im Rahmen des Projekts „Frankfurt Stadt der Vielfalt – Stadt der Zuwanderung“, wurde uns, der Klasse 12FWE, ein umfangreicher Einblick in die Geschichte der Stadt Frankfurt ermöglicht. Unter anderem bei einer Führung des Historischen Museums, die uns die Entwicklung Frankfurts zur Messestadt zeigte.

Unser geliebtes Frankfurt ist seit bereits achthundert Jahren einer der wichtigsten internationalen Handelsplätze in Europa. Im Mittelalter hatte Frankfurt die sogenannte Drehkreuz-Funktion zwischen den großen Handels- und Gewerberegionen Europas, welche die Stadt schon im Hochmittelalter zu einer wichtigen Stadt Europas und zu einer Messestadt machte. Diese Funktion hat sich bis heute in die Gegenwart fortgesetzt, genau wie der Internationale Frankfurter Flughafen, welcher eine verkehrsgünstige Lage verschafft und für die Entwicklung ebenfalls viel beigetragen hat.

Die Führung durch die Innenstadt/Altstadt begann mit dem Eisernen Steg, welcher 1869 gebaut wurde und eine perfekte Aussicht auf den Main bietet.

Der Main ist einer der wenigen Flüsse die vom Osten nach Westen fließen, noch dazu war und ist er eine der wichtigsten Wasserwege Deutschlands. Früher zog man Flüsse vor, weil dadurch eine größere Menge transportiert werden konnte.

Direkt gegenüber dem Eisernen Steg steht der sogenannte Rententurm, der von 1454 bis 1456 erbaut wurde. Er ist ein deutlicher historischer Hinweis auf Themen wie Handel, Wirtschaft und Geld in Frankfurt. In ihm wurden nämlich die Zollabgaben entgegengenommen, denn wer die Furt überqueren wollte musste Geld zahlen. Dies war eine herausragende Geldquelle für Frankfurt in der früheren Zeit.

Nach einer kurzen Besichtigung am Römer und der Altstadt gingen wir zu unserem letzten Führungspunkt, dem Dom, wo übrigens die Messetradition begann. Unter den Menschen die sich im Gottesdienst im Mittelalter versammelten waren Händler und Geschäftsleute mit dabei, die ihr Getreide, Obst und Gemüse mitbrachten und verkauften. Da früher der Gottesdienst der einzige Sammelpunkt war stellte sich das Handeln an dieser Stelle als sehr vorteilhaft dar. Lange war der Ort des Handelns in der Altstadt, ab 1909 ging es dann jedoch weiter an der Festhalle, der Umstieg auf die heutige Messe. Die erste schriftlich dokumentierte Erwähnung einer Messe in Frankfurt stammt vom 11. Juli 1240. Der Kaiser Friedrich II. stiftete die Frankfurter Herbstmesse und ungefähr 90 Jahre später privilegierte Kaiser Ludwig IV. auch die Frühjahrsmesse, somit war die Basis der Termine für die Messe gelegt.

Anlässlich der Messe kamen viele fremde Leute aus naheliegenden Städten und wurden von den einheimischen Bürgern herzlich empfangen. Ziel war an erster Stelle, dass sich alle sicher und wohlfühlten, des Weiteren das Wachsen der Messe. Das früher dieses Ziel sehr stark verfolgt wurde spiegelt sich heute ganz klar wieder.

Reichtum und Wohlstand trugen Frankfurt rasant weit nach oben und machten es, trotz Frankfurts mäßiger Größe, zur einem der wichtigsten Finanz- und Handelsplätze Europas.

(Ein Beitrag von Arzum K. und Eileen K.)

                                                  


Besuch im Archäologischen Museum

Am Donnerstag den 25.10.2018, hat die Klasse 12FWE an einem Ausflug im archäologischen Museum teilgenommen. Wir bekamen einen Museumsführer zugeteilt, welcher uns Geschichten des alten Frankfurts in archäologischen relevanten Epochen erzählt. Die Klasse 12FWEwurde in sechs verschiedenen Gruppen aufgeteilt. Themen der jeweiligen Gruppen waren: Steinzeit, Römerzeit, Altstadtausgrabung, Bronzezeit und Eisenzeit. Jede Gruppe sollte jeweils 4-5 Fragen beantworten und das erhaltene Thema wiedergeben können. Wir erfuhren viel über die Römer, die als erste Fremde das Gebiet des jetzigen Frankfurt besetzt hatten. Anschließend informierte uns der Museumsführer über die Glücksspiele der alten Römer: Würfelspiele, Walnuss-Spiele und Knochen-Spiele. Unsere Klasse durfte die Spiele auch ausprobieren.

Fazit der Klasse:

Es war ein sehr lehrreicher und informativer Ausflug. Der Museumsführer hat laut und deutlich gesprochen, sodass alle  vom Ausflug etwas mitgenommen haben. Es war ein sehr abwechslungsreicher Ausflug. Der Museumsführer ist nicht bei einem Thema stundenlang stehen geblieben, sondern hat uns kurze und wichtige Informationen mitgeteilt, sodass jede/r aufmerksam war und wir uns nicht gelangweilt haben.

 (Ein Beitrag von Simran M. und Roza K.)

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